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Familienbildung stellt Tagesmüttervermittlung ein

Die Tagesmüttervermittlung war über die Jahrzehnte zu einer festen Einrichtung der EFB geworden. Am 1. Januar 1998 wurde sie aus der Taufe gehoben, denn viele Eltern fragten damals nach fachgerechter Betreuung für ihr Kind, und viele potenzielle Tagesmütter suchten eine Anlaufstelle, wo sie fachlich beraten, unterstützt und begleitet werden. „Die Nachfragen nach Erfahrungsaustausch, individueller Beratung und Information, vor allem aber auch nach persönlichem Kontakt, nahm stetig zu“, erinnert sich Rita Giefer, die bei der EFB seit 20 Jahre Tagesmütter und -väter vermittelt und diesen Service über die Jahre ständig erweitert und ausgebaut hat.

Besonderes Markenzeichen der Tagesmüttervermittlung war immer das Eingebundensein in den inhaltlichen Kontext der Evangelischen Familienbildung im Dekanat Wiesbaden und die sehr persönliche und individuelle Beratung.

Rita Giefer: „Viele Eltern, die bei uns im Haus Kurse besuchten, nahmen auch das Angebot der Vermittlung wahr. Da gab es dann schon ein Vertrauensverhältnis. Es haben sich von Anfang an gute Synergien ergeben – auf beiden Seiten, Mütter, die zusätzlich noch als Kindertagespflegeperson arbeiten wollten und Mütter, die für Ihre Kinder jemanden zur Betreuung suchten.“

Die Vermittlungszahlen waren über die Jahre immer sehr stabil, im Schnitt wurden jährlich rund 50 bis 70 Kindertagespflegepersonen vermittelt – fast ausschließlich Frauen.
Deutlich professionalisiert hat sich die Qualifizierung: Reichten anfangs noch rund 15 Unterrichtseinheiten zu einführenden Themen in die Pädagogik und die Arbeit am Kind aus, werden heute Kurse mit 340 Unterrichtseinheiten zur Qualifizierung angeboten. Im Jahr 2011 erhielt die EFB das Gütesiegel zur Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen.

Eltern, die an einzelnen Tagen der Woche, stundenweise oder flexible Betreuung benötigten, waren anfangs die Kernzielgruppe. Heute hat sich das verändert: Viele Eltern suchen eine Tagesmutter, weil sie keinen wohnortnahen Krippenplatz bekommen oder ihr Kind nicht in einer Krippe betreuen lassen wollen. Außerdem ist die Nachfrage nach „Kinderfrauen“, Frauen oder Männer, die vor Ort im Haushalt der Eltern betreuen, deutlich gestiegen, nimmt Rita Giefer wahr. „Immer mehr Eltern suchen auch für die Randzeiten, vor und nach der Schule oder der Kita, eine Betreuungsperson. Das können die Kindertagespflegepersonen, die im Haushalt betreuen, besonders gut abdecken.“

Für Rita Giefer und die gesamte Evangelische Familienbildung geht jetzt nach zwei Jahrzehnten eine Ära zu Ende: „Es ist schon schade, dass es das Angebot in der EFB jetzt nicht mehr gibt. Mir hat die Vermittlungsarbeit immer sehr viel Spaß gemacht, und die Tagesmüttervermittlung gehörte einfach zu uns als Familienbildung dazu.“

 

Fotoverweis: Andrea Wagenknecht, Dekanat Wiesbaden 

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